Ich schlendere hin und wieder über Facebook. Und ja- auch ich habe dort eine Werbeseite für Firma und Bücher. Allerdings nur als Kundenschmankerl. Gute Werbung kostet Geld. Große Verlage haben Geld, machen aber wiederum für kleine Leute keine Werbung. Denn: Die ziehen einfach mit und „mal gucken was wird“ ist das Prinzip der Zukunft. Contenance ist hier das Entscheidende.

Allerdings braucht das Buch Werbung. Aber auch hier gilt die Zurückhaltung weiterhin. Nicht zu viel für`s Gute. Und auch nicht jeden Menschen anschreiben. Werbung bedeutet immer, jemanden gezielt anzusprechen, für das, was er sucht, aber nicht gezielt einen Kaufzwang zu verdeutlichen. Denn der Kunde muss zum Produkt hingeführt werden und sich ganz freiwillig dafür oder dagegen entscheiden. Genau hier liegt der Punkt beim Werbetexten. Das will gekonnt sein, muss oder sollte einem Profi überlassen werden. Was wiederum Geld kostet, das investiert werden muss. Und auch einen Preisunterschied im Vergleich hat.

Wer allerdings kein Geld hat, den Marketingprofi zu beauftragen, muss selbst für sein Buch werben. Und sollte dennoch nicht zu viel erwarten, gerade dann, wenn er noch unbekannt auf dem Markt unterwegs ist.

Was gibt es da also für Möglichkeiten, um sich selbst zu bewerben?

Einerseits online: Cards verschicken, kurze Inhaltsangabe des Buches und ein Bild vom Titel.

Per Flyer in Buchläden das neue Buch vorstellen, aber vorher fragen, ob es erlaubt ist. Natürlich. Dasselbe gilt für Bücherblogs.

In Foren können Sie Werbung machen und Facebook sollte als guter, inzwischen alter, aber gängiger Garant nicht fehlen, um über die eigene Chronik und Buchshops das neue Werk oder den Erstling zu präsentieren.

Privat oder in Kindergärten können Sie Lesungen veranstalten und dazu anfragen. Allerdings wird es bei einem noch unbekannten Autor vermutlich niemanden interessieren und Sie können damit noch so sehr für sich werben. Das ist einfach die traurige Wahrheit. Denn zum Erfolg muss man sich hinarbeiten, erst dann ist er fruchtbar.

Gekaufte Meinungen bringen nichts und damit reden Sie sich selbst etwas schön. Erfolg und gute Referenzen hat man nur dann, wenn eine Meinung nicht gekauft ist. Deshalb sollte der Leser sich ganz allein begeistern für die Sache.

Interviews in Blogs oder beim Radio sind auch gut für das Buchecho. Letzteres bringt allerdings nur etwas, wenn es viele hören. Aber warum nicht erst einmal beim Lokalsender anfragen, ob er denn dabei helfen möchte, das Buch zu präsentieren und so zu loben, dass der Leser neugierig wird, aber es ihm nicht zu fantastisch in der Ausführung erscheint?

Buchwerbung ist schwer und vor allem individuell.